Einkommensrunde TV-L:
Jugendwoche: Attraktivität des öffentlichen Dienstes steigern

Helmut LiebermannHelmut Liebermann Fotos: tbb

Vor dem Thüringer Finanzministerium in Erfurt hatte sich eine Delegation der dbb jugend Thüringen am 26. Januar 2017 positioniert, um ein Zeichen für ihre Forderungen vor der 2. Verhandlungsrunde der Einkommensrunde der Länder zu setzen.

„Wir fordern seit Jahren eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden im Anschluss an die Ausbildung um den jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Der öffentliche Dienst ist weiterhin Spitzenreiter bei Befristungen, obwohl der größte Teil seiner Aufgaben dauerhafte Aufgaben sind. Das muss endlich aufhören““, forderte Mareike Klostermann, Vorsitzende der dbb jugend Thüringen, gegenüber dem Thüringer Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert, der stellvertretend für die Thüringer Finanzministerin die Forderungen der Jugend entgegen nahm. „Ohne das werden wir im Wettbewerb um die besten Azubis mit der Wirtschaft nicht mehr bestehen können. Angesichts der fortschreitenden Pensionierungs- und Verrentungswelle wird der öffentliche Dienst zunehmend mehr motivierte und gut ausgebildete junge Leute brauchen, um seine Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger aufrecht erhalten zu können.“

Im Rahmen der Jugendwoche wird quer durch Deutschland vor den Finanzministerien auf die Forderungen der dbb jugend in der diesjährigen Einkommensrunde der Länder aufmerksam gemacht, bevor es am 30. Januar in der 2. Verhandlungsrunde in Potsdam weitergeht. Bisher gab es schon Aktionen in Berlin, Schwerin, Potsdam und Mainz. Kernforderungen der Jugend sind die unbefristete Übernahme der Azubis, 90€ Entgelterhöhung, 30 Tage Urlaub, die Übernahme aller Ausbildungskosten durch den Arbeitgeber sowie die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamten.

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